V7 11.00 Uhr, Foyer im Rathaus
Mit vielem Vergnügen

Georg Philipp Telemann:
Concerto a-Moll für Violine, Streicher und Basso continuo TWV 51:a2; Ouverture B-Dur für zwei Oboen, Streicher und Basso continuo TWV 55:B11; Ouverture Burlesque de Quichotte G-Dur für Streicher und Basso continuo TWV 55:G10; Concerto G-Dur für vier Violinen TWV 40:201; Ouverture G-Dur für zwei Oboen, Streicher und Basso continuo TWV 55:G7


Ausführende
Collegium Musicum 90 (London)
Leitung: Simon Standage


Telemann gründete in Leipzig ein studentisches Collegium musicum, das – wie er sich erinnert – „mit vielem Vergnügen anzuhören“ war und später von Johann Sebastian Bach geleitet wurde. Auch die Kompositionen unseres Konzertes könnte man sich im vergnüglichen Ambiente eines bürgerlichen Collegiums musicum vorstellen, ebenso auch dargeboten von einer Hofkapelle. Das Konzert für vier Violinen ohne Bass G-Dur TWV 40:201 entstand bereits in Eisenach, wo es vielleicht der Konzert- und Kapellmeister Telemann gemeinsam mit dem berühmten Pantaleon Hebestreit und zwei weiteren Mitgliedern der Eisenacher Hofkapelle gespielt haben mag. Die anderen Werke des Programms komponierte Telemann später in Frankfurt oder Hamburg, so das hinreißende Violinkonzert a-Moll TVW 51:a2, das als Einleitungsmusik zu Telemanns Oper Emma und Eginhard (Hamburg 1728) fungiert, die bekannte, malerische Don-Quichotte-Suite TWV 55:G10, die Suite G-Dur TWV 55:G7 mit der wunderbaren Chaconne und die Suite TWV 55:B11, die später auf Grund ihrer programmatischen Sätze den Beinamen La Bourse erhielt, eine Anspielung auf den auf Grund von haltlosen Spekulationen hervorgerufenen Sturz der Missisippi-Aktien 1720. – Etwaige Assoziationen zur jüngeren Börsen­geschichte sind rein zufällig...

Simon Standage



regulär
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1. Kat.
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